"HOTMANNSPIEF" |
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Bilder
und Videos aufgenommen am 14.07.2026 |
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Die Hotmannspief, auch
Hotmannspiif (früher Houpmannspeif), ist ein Brunnendenkmal an historischer
Brunnenstelle in Aachen, welches 1825 nach Entwürfen von Stadtbaumeister
Adam Franz Friedrich Leydel in Form eines Obelisken errichtet und 1830
mit Figuren versehen wurde. An der Hotmannspief befand sich früher
ein einfacher Laufbrunnen, der bereits 1334 in den Aachener Stadtrechnungen
verzeichnet wurde. Etwa um 1600 wurde dieser Brunnen durch einen Brunnen
mit runder Beckenschale und Pfeileraufsatz ersetzt. Gespeist wurde er
aus dem Überlauf der Marktwasserleitungen (mundartlich „Marktpief“
genannt). Die Herkunft des Namens ist nicht restlos geklärt. Überwiegend
wird angenommen, er sei auf die Namen Hotmann, Hautmann, Hauptmann, Houpmann,
Hupmann oder Heuftmann zurückzuführen. Bereits 1460 wurde ein
Brauhaus „up den Hupman“ im Grafschaftsbuch des Kölntors
verzeichnet, das damals in das Eigentum des Regulierherrenklosters gelangte
und 1530 vom Prior des Klosters für 1200 Aachener Gulden als „auf
den Hoipmann“ verkauft wurde. Ob der Name zunächst der Liegenschaft,
einer Familie, einem Haus oder Unternehmen galt, ist nicht geklärt.
Heute gilt er nur noch dem Brunnen. Pief, Piif oder Pyfen bezeichnet in
der regionalen Mundart unter anderem ein Rohr und wurde auch für
die Endpunkte der Leitungen, sprich die Ausläufe an den Brunnen,
benutzt. Die heutige Form erhielt der Brunnen mit dem 1825 errichteten
und 1830 mit den Figuren versehenen Obelisken auf quadratischem Grundriss
mit halbrunden Auffangbecken vor den Seiten. Ausgeführt wurde der
Brunnen in Blaustein aus den Eynattener Steinbrüchen. Damit wurde
nach einem Entwurf des Stadtbaumeisters Leydel die frühere Beckenschale
ersetzt. Die vier gusseisernen, vergoldeten Figuren des Brunnens sind
auf allen Seiten gleich. Sie zeigen als Halbrelief Frauen (im Volksmund
„Jungfrauen“), die in beiden Händen je eine Kanne halten,
aus der sich Wasser in Schalen ergießt. Die insgesamt vier Kannen
und Schalen sind über den Ecken des quadratischen Grundrisses so
montiert, dass jede Kanne von zwei Frauen gehalten wird, deren Hände
an den Henkeln ineinander übergehen. Aus den Schalen fließt
das Wasser in den Brunnen und tritt am Sockel unterhalb der Figuren aus
Löwenmäulern wieder aus. Dort kann Wasser entnommen werden,
bevor es in die Becken am Fuße des Sockels fällt. Im Sommer
2008 wurden im Zuge einer Sanierungsmaßnahme des Brunnens die Figuren,
Löwenköpfe, Schalen und Kannen entnommen und deren Vergoldung
erneuert. Des Weiteren wurden Brunnentechnik und Fugen überarbeitet.
Die Hotmannspief gehört zu den Baudenkmälern der Stadt Aachen.
Der Brunnen wird in verschiedenen Aachener Balladen („Öcher-Leddche“)
besungen. Der Hotmannspief - Brunnen wurde im Juli 2022 offiziell als
Trinkwasserbrunnen zertifiziert und dient seither auch als Trinkbrunnen.
Der Brunnen besteht aus einem Obelisk, an dessen vier Seiten das Halbrelief
von vier goldenen Frauen dargestellt wird, die an den Kanten jeweils Kannen
halten, aus deren Wasser der darunter liegende Löwenkopf-Brunnen
gespeist wird. |
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Laufvideo
# 1 |
Laufvideo # 2 |
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© by Michael Huber
2026 |
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