"RADSCHLÄGERBRUNNEN" |
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Bilder
und Videos aufgenommen am 16.07.2026 |
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Der Radschlägerbrunnen
befindet sich auf dem Burgplatz in der Düsseldorfer Altstadt. Der
Stifter des Brunnens, der Heimatverein Düsseldorfer Jonges, hatte
einige bekannte Bildhauer unter seinen Mitgliedern. Im Jahr 1953 forderte
er sie auf, Entwürfe für einen Radschlägerbrunnen vorzulegen.
Gewünscht wurde, dass kein einzelner Radschläger, sondern eine
Gruppe gezeigt werden soll. Den Wettbewerb gewann der Bildhauer Alfred
Zschorsch, der noch weitere Werke Düsseldorfs geschaffen hat. Im
folgenden Jahr 1954 wurde am Vortag des großen Düsseldorfer
Schützenfestes der Brunnen der Stadt feierlich übergeben. Er
zeigt auf einem Sockel zwei Jungen in unterschiedlicher Position des Radschlagens.
Zu einer der beiden Bronzefiguren stand ein in seiner Jugend in der Altstadt
als „Rode Honk“ bekannt gewordener Radschläger Modell,
der später ein „eifriges Mitglied“ des Ersten Düsseldorfer
Fanfarenkorps wurde. Üblicherweise baten die Jungen anschließend
um „eene Penning“ Entgelt „für 'ne Düsseldorfer
Radschläger“. Das Radschlagen ist eine hiesige Tradition, deren
Symbol in Düsseldorf an vielen Stellen zu sehen. Auf dem Brunnenrand
ist in Düsseldorfer Rheinisch von Hans Müller - Schlösser
zu lesen: „Radschläger wolle mer blieve, wie jeck et de Minschen
och drieve“. Übersetzt: Radschläger wollen wir bleiben,
wie verrückt es die Menschen auch treiben. An dem quadratischen Sockel
befinden sich vier Wasserspender. Die Inschrift war zur feierlichen Enthüllung
insofern inkorrekt, als sie im Original: „Radschläger wolle
mer blieve, wie jeck et de Minsche och drieve“ lautet. Der Plural
von Menschen in der Düsseldorfer Variante des Rheinischen Regiolekts
lautet „Minsche“. Eine zur Anekdote gewordene Begebenheit
sagt aus, dass, als diese falsche Inschrift vor der feierlichen Eröffnung
des Brunnens bekannt wurde, sich Hans Müller - Schlösser weigerte,
daran teilzunehmen, wenn diese „Mißbildung“ nicht auf
der Stelle abgeändert würde. Daraufhin spachtelte man das überflüssige
„n“ mit Zement zu. Spätestens bis zum Jahr 1983 soll
es jedoch wieder zum Vorschein gekommen sein. Die Bearbeitung des aus
einem Block bestehenden Brunnenbeckens aus fränkischem Muschelkalk
mit einem Durchmesser von mehr als drei Metern und einer Höhe von
fast einem Meter war äußerst schwierig. Von dem ursprünglichen
Gewicht von etwa 25 Tonnen verblieben nach der Arbeit etwa 13 Tonnen.
Den Bronzeguss des Radschlägerpaares erledigte die Kunstgießerei
Herbert Schmäke, von der viele weitere Kunstwerke in der Stadt gefertigt
wurden. |
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# 1 |
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Laufvideo
# 3
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© by Michael Huber
2026 |
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