"EICHENBRUNNEN"
   
Bilder und Videos aufgenommen am 13.07.2026
   
   
   
   
 
Der von Jürgen Schreiber (alias "Gorgonzola") [1937 - 2012] gestaltete Brunnen wurde im Rahmen der Umgestaltung des Severinsviertels im Jahr 1979 errichtet. Ziel war es, die Kommunikation zwischen den Bürger*innen zu fördern, so dass der Brunnen begeh - und bespielbar ist. Die Gestaltung des Brunnens liegt auf einer Linie mit dem namensgebenden Platz. So wird das Wasser aus bronzenen Eicheln in eine runde, den Brunnen umlaufende Rinne geleitet. Darüber hinaus ist der leicht erhöht liegende Brunnen von Eichen umgeben, was zu einem angenehmen Erscheinungsbild beiträgt. Jürgen Schreiber, Maler und Bildhauer, studierte an den Kölner Werkschulen bei Friedrich Vordemberge, Otto Gerster und Joseph Jaekel, lebte und arbeitete seit 1954 in Köln. 2010 wurde er mit dem Severinsbürgerpreis geehrt. Er verstand seine Kunst wie der niederländische Renaissancemaler Pieter Bruegel der Ältere: "näher am Leben". So machte Schreiber in seinen Werken das Leben in der Stadt Köln, in seinem Viertel (der Südstadt) zum Thema und Motiv. Er gestaltete auch eine der Figuren am Rathausturm (Nikolaus Gülich). Die Brunnenanlage ist als kleiner gepflasterter Hügel gestaltet und erinnert an einen kleinen Zweig mit zwei Eicheln, der direkt vom Baum gefallen zu sein scheint. Der Künstler sieht seine Skulptur als Anspielung auf die weibliche Brust als lebensspendende Quelle. Aber auch einen Bezug zum Standort gibt es. Denn früher befand sich an der Stelle ein Eichamt, in dem die Gewichte und Maße gewogen wurden.
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