"HEIMATBRUNNEN"
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Bilder
und Videos aufgenommen am 17.07.2026 |
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| Dieser
Brunnen in Krefeld - Linn ist der "Heimatbrunnen". Die Komposition
des Brunnens ging von der Idee aus, eine „erzählende“
Plastik zu schaffen, die vor allem den Linner Bürgern und den zahlreichen
Besuchern des Burgstädtchens Linner Geschichte anschaulich macht.
Zu diesem Zweck werden die Außenwände der Schalen als Relief
gestaltet. Die Außenwand jeder der drei Schalen ist in drei Abschnitte
eingeteilt. Die Bilder der obersten Schale beziehen sich auf die Zeit
von etwa 69 n.Chr. bis etwa 1300. Zunächst ist die Bataverschlacht
69 n. Chr. symbolisch durch einen Römer und einen Bataver beim Kampf
dargestellt. Von den Franken, die hier siedelten, berichtet die nächste
Darstellung. Es handelt sich um einen bedeutenden Mann, wohl einen fränkischen
Fürsten, dessen Grabbeigaben im Linner Museum zu besichtigen sind.
Damit wird das sonst so spärlich belegte 6. Jahrhundert dokumentiert.
Das nächste Bild führt in die Zeit von 1315: Hier wird Linn
durch den Fürstbischof mit dem Stadtrecht ausgezeichnet. Die mittlere
Schale umfasst Bilder aus der Zeit von etwa 1370 bis um 1700. Zunächst
sieht man die schöne Gräfin Mechthild von Kleve, die um 1370
auf Burg Linn residierte. Die folgende Darstellung erinnert an die wichtige
Rolle, die die Schützen seit der Gründung des ersten Schützenvereins
in Linn 1388 spielten. Im nächsten Bild werden etwa gleichzeitige
Ereignisse zusammengefasst: 1704 der Brand der Burg Linn und die Brandenburgische
Besatzung in Linn. Die unterste Schale umfasst Linner Geschichte aus den
letzten Jahrhunderten. In einer Szene wird der berühmten Wallfahrt
gedacht, die viele Pilger zu dem Kruzifix führte das sich jetzt in
St. Margareta befindet. Das nächste Bild symbolisiert Flachsernte
und -verarbeitung. Es sind Tätigkeiten, die für Linn charakteristisch
waren, führten sie doch zur Gründung des Flachsmarktes, der
bis 1903 hier abgehalten wurde. Dass dieser Markt nicht nur den Erzeugnissen
aus Flachs galt, sondern sich zu einem wichtigen Tauschmarkt entwickelte,
demonstriert das letzte Bild: ein Tauschhandel aus der Zeit 1900. Die
drei Szenen jeder Schale sind durch Medaillen miteinander verbunden. Diese
stellen Linner Siegel aus verschiedenen Jahrhunderten dar. Das Wasser
sprudelt oben aus der Mitte der Säule und füllt die oberste
Schale, überflutet sie, fliesst in die mittlere und dann in die untere
Schale und von da über den Mühlstein ins Becken. Geschaffen
wurde die Brunnenanlage 1983 von der Bildhauerin Dr. Marianne Kiesselbach,
der Großmutter von Alexander Raitz von Frentz, dem Vorsitzenden
der Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt, die als Neu - Linnerin und als Mitglied
der Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt e.V. auf jegliches Honorar verzichtete. |
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by Michael Huber 2026 |
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